EMDR Therapie in Köln

Was ist EMDR?

Die Abkürzung EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (auf Deutsch: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegung).

Das EMDR-Konzept wurde in den 80er Jahren von der amerikanischen Therapeutin Francine Shapiro zur Behandlung von Traumapatienten entwickelt. Heute ist sie nicht nur international anerkannt (AWMF, NICE u.a.), sondern auch eine der effektivsten Methoden zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). In Deutschland wurde EMDR 2006 als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode vom Beirat für Psychotherapie offiziell anerkannt. In meiner Praxis für Psychotherapie in Köln ist EMDR mittlerweile unter anderem ein fester Bestandteil der Traumatherapie.

Wie setzt sich eine EMDR Therapie zusammen?

Wie wird vorgegangen?

Bei der EMDR-Therapie werden Elemente unterschiedlicher Psychotherapieansätze strukturiert eingesetzt, um möglichst schnelle und durchgreifende Behandlungseffekte zu erarbeiten. Dazu zählen interpersonelle und körpertherapeutische, psychodynamisch-tiefenpsychologische und kognitiv-verhaltenstherapeutische Elemente. Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei EMDR dieselben Behandlungseffekte wie bei anderen bewährten Behandlungsmethoden erzielt werden, dazu jedoch nur 40% der Behandlungsstunden benötigt werden (v. Etten et al. 1998).

Das menschliche Gedächtnis speichert alle Eindrücke und Erfahrungen ab und verknüpft diese normalerweise auch automatisch mit bereits bekannten Inhalten. Bei Erfahrungen, die der Betroffene als traumatisch empfindet, funktioniert diese automatische Sortierung und Einordnung nicht. Ein Trauma wird gemeinsam mit allen dazugehörigen Empfindungen und Gedanken separat an einem Ort abgespeichert, der für den Betroffenen nur durch bestimmte Sinnesreize, wie beispielsweise Gerüche, Berührungen, ähnliche Bilder und Situationen zugänglich wird.

Wann immer diese „Trigger“ das Trauma unkontrolliert wieder beleben, hat das schwere körperliche und psychische Reaktionen (Angstzustände, Atemnot, Herzrasen etc.) zur Folge. Bei der EMDR-Therapie wird versucht die Erinnerungen an das Trauma in den Bereich des Gedächtnisses zu verschieben, in dem auch alle anderen Eindrücke abgespeichert werden. Wenn die Behandlung erfolgreich war, ist der Betroffene den sogenannten „Flashbacks“ nicht länger hilflos ausgeliefert, sondern kann die traumatischen Erinnerungen normal einordnen und verarbeiten.

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Wie funktioniert EMDR?

Die EMDR-Methode wird nicht nur zur Behandlung belastender Erinnerungen bei posttraumatischer Belastungsstörung, sondern auch bei anderen Störungsbildern, die durch belastende Erfahrungen mit ausgelöst werden, erfolgreich eingesetzt.

Dazu zählen u. a. Depressionen, Anpassungsstörungen, Angsterkrankungen, Trauerreaktionen nach Verlusterlebnissen, Zwänge, akuten Belastungsreaktionen kurz nach traumatischen Ereignissen und chronische komplexe Traumafolgestörungen viele Jahre nach schweren Belastungen in der Kindheit.

Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von EMDR auch in der Behandlung von Phantomschmerzen sowie der Senkung der Rückfallneigung bei Alkoholabhängigen (Bisson 2007, Sprang 2001, van der Kolk 2005, Schneider 2007, Hase 2008).

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Wann wird die Methode angewandt?

Die „bilaterale Stimulation“ ist ein zentraler Aspekt bei der EMDR-Behandlung. Sie besteht, je nach Behandlungsphase, aus Augenbewegungen, Tönen bzw. kurzen Berührungen bspw. des Handrückens („Taps“). Durch diese Stimulationen soll der Klient bestimmte traumatische und belastende Erinnerungen wachrufen, um diese anschließenden endgültig bewältigen zu können. Dabei ist der Aufbau psychischer Kräfte (Ressourcen) sowie die Bearbeitung belastender Erfahrungen, die für die Entstehung vieler psychischer/psycho­somatischer Erkrankungen ursächlich sind, ein weiterer Schwerpunkt der von mir angebotenen EMDR-Therapie.

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